Technology Business Management

Neue IT für neue Geschäftsmodelle

Der Erfolg der IT-Abteilung wird heutzutage an ihrem Wertbeitrag für das operative Business gemessen. IT-Verantwortliche stehen vor der Herausforderung, genau diesen Wertbeitrag in Zahlen und Fakten nachzuweisen. Technology Business Management (TBM) ermöglicht genau diesen Leistungsnachweis. Es optimiert darüber hinaus die Zusammenarbeit zwischen IT und Business.

Technology Business Management stellt dazu den Zusammenhang her zwischen dem Verfügbarkeits- und Leistungsstatus von IT-Infrastrukturkomponenten und den geschäftsorientierten IT Services, die den Geschäftsprozessen zugrunde liegen.

Kostentransparenz ist ein weiterer wichtiger Aspekt des Technology Business Management. Damit verbessern sich auch die Fähigkeiten, IT-Kosten besser überwachen zu können. IT-Verantwortliche benötigen deshalb Werkzeuge, die sie bei dieser Aufgabe unterstützen. Wichtig ist dabei die Modellierung der einzelnen Kostenträger im Rahmen eines Kostenmodells, um eine möglichst genaue Kostenanalyse zu ermöglichen. Dies spielt insbesondere beim Lieferantenwechsel oder bei der Entscheidung, ob in Richtung Virtualisierung oder Cloud Computing gedacht werden soll, eine wichtige Rolle.

Vertragsperspektive und Service-Status – zwei Seiten der TBM-Medaille

BSM-Überblick: Vertragsperspektive und Service-Status

Zum einen beschäftigt sich Business Service Management mit den zwischen IT und Business für die Leistungserbringung vertraglich festgelegten Vereinbarungen sowie deren Ab-/Verrechnung. In der Regel werden diese Vereinbarungen in Service Level Agreements (SLAs) festgeschrieben.

Auf der anderen Seite erfasst Business Service Management kontinuierlich Daten zum Service Status aus IT Infrastructure Management-, IT Operations Analytics- oder End User Experience Management-Systemen und bewertet diese in Bezug auf Verfügbarkeit und Performance des Business Services.

Die nachfolgende Tabelle verdeutlicht die unterschiedliche Betrachtungsweise im Business Service Management – aus Vertragsperspektive (Einhaltung SLAs, Kostenberechnung) und aus Service Status-Sicht (Ist-Zustand, Incident/Change Management)

Vertragsperspektive Ampel-Sicht
Betrachtung Langzeitbetrachtung (z.B. Berichtszeitraum Monat) von vertragsrelevanten KPIs zu vereinbarten Service-Zeiten inkl. vereinbarter/kommunizierter Korrekturen (wie Wartungsfenster, nicht SLA-konforme Nutzung),
Top Down Definition der Services ausgehend von den vertrags- und abrechnungsrelevanten KPIs.
Ist-Zustand der Business Services durch relevante Zustandsmeldungen zur Bewertung von Verfügbarkeit und Performance,
Beurteilung der Services aus Sicht des Betriebs der Services,
Bottom Up Ansatz zur Abbildung des Service-Baums der technischen und prozess-relevanten Komponenten verknüpft mit dem Top Down-Ansatz der Vertragsperspektive.
Ergebnisse Service-Level-Nachweis Bewertung hinsichtlich Bonus-/Malus-Regelungen,
Erstellung einer IT-Scorecard.
Status-Betrachtung des Service-Baums.
Schnittstellen (Schwerpunkt) Verrechnung, Ist-Kosten (Kostenmodell), Plan-/Ist-Vergleich, Budgetplanung, Preisbildung, SLA-Verhandlungen. Incident-/Problem-, Change- und Configuration-Management.

IT-Kostenmanagement – Business Services als „Produkte“ der IT-Abteilung

BSM-Überblick, IT-Kostenmanagement

Im IT-Kostenmanagement wird von der Annahme ausgegangen, dass IT-Services eigentlich die „Produkte“ der IT-Abteilung sind – und deshalb müssten der gesamte IT-Kapitaleinsatz und alle IT-Betriebskosten in einem Service-Zusammenhang betrachtet werden. Diese Services wiederum müssten im Zusammenhang mit ihrem Beitrag zu den Geschäftsprozessen und -modellen beurteilt werden, die diese IT-Organisation unterstützt. Deshalb müssten das Verständnis der Auswirkungen auf den Geschäftsprozess, indirekter und direkter Ertrag, Mitarbeiterproduktivität und die Relevanz sowie die Nachfrage nach einem speziellen Service idealerweise direkt mit den Kosten verknüpft sein, die mit dem Entwickeln, Verfügbar machen, Verwalten und Stilllegen eines Services verbunden sind.

Inhaltliche Schwerpunkte beim IT-Kostenmanagement sind:

  • Modellierung und Analyse der IT-Kosten
  • Bedarfsorientierte Budgetplanung
  • Verrechnung

Dabei spielt natürlich immer häufiger auch das Vendor-Management eine zentrale Rolle, denn Business Services müssen ja heute nicht mehr nur ausschließlich von der IT-Abteilung selbst erbracht werden, sondern können ganz oder teilweise von externen Zulieferern bezogen werden (Outsourcing, Cloud Computing, etc.). Im Zuge einer immer stärker fortschreitenden Industrialisierung der IT erkennen immer mehr Unternehmen, dass es Sinn macht, eine voll ausgestattete eigene IT-Infrastruktur mit Überkapazitäten, eigenen Betriebsteams und einem Rechenzentrum durch eine so genannte Retained Service Organisation (RSO) mit klarem Steuerungs- und Verantwortungsauftrag für das Service Management zu ersetzen.

Vertragsperspektive,
IT Kosten-Management
Service Status Sicht
Produkte Apptio (ehem. Digital Fuel) Dynatrace Business Service Manager, CA Service Operations Insight

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